Die Ausstellung im Töpfermuseum

Ein Blick in die Geschichte

Seit dem Tertiär vor 50 Millionen Jahren lagert unter einer dünnen Erdschicht im Raum Breitscheid der Rohstoff Ton. Schon im 16. Jahrhundert entdeckten dies die Menschen und ihre Spuren der Tongewinnung und Verarbeitung finden wir noch heute.

1788 übertrug die Landesregierung das Erdrecht - eine lukrative Einnahmequelle - auf die Gemeinden Breitscheid, Erdbach und Schönbach. Über 100 Jahre lang entwickelte sich ein reger Abbau in Erdkauten und unter Tage. Viele Bewohner betrieben neben der Landwirtschaft noch kleine Häfnereien und vertrieben ihre Produkte über die Ortsgrenzen hinaus.

Mit der Errichtung der Westerwälder Thonindustrie begann 1899 das Zeitalter der industriellen Verabeitung des Tons. Die Anzahl der dörflichen Töpfereien ging dadurch rapide zurück. 

1976 stellte der letzte Häfnerbetrieb seine Arbeit ein.  Das Häfner- und Töpfermuseum Breitscheid gibt einen Einblick in die historische Zeit der Tonverarbeitung. Es zeigt Historisches vom Tonstechen bis zum Endprodukt mit Eierkäsformen, Milchkannen und Gebrauchskeramik.

Museum - Staunen und anfassen

Das Museum entstand im Zusammenhang mit der Dorferneuerung in Breitscheid. Die Mitglieder des Vereins Zeitsprünge entwickelten ein Konzept für das "lebendige Museum". 

Töpfermuseum - Terrakotta Armee , Keramik China

 

Von der Replik eines Kriegers der chinesischen Terrakotta-Armee über alte Wasserleitungen bis zur modernen Keramik in Raumfahrt und Medizintechnik reicht die Palette der Ausstellungsstücke.

Lebendig wird das Töpfermuseum durch seine Kurse für Kinder und Erwachsene. Drehen, modellieren, glasieren - das Material Ton bietet viele kreative Gestaltungsmöglichkeiten. Jährlich 2 Semester (Frühjahr und Herbst) und neu: Aquarell - Malkurse !

Info´s und Anmeldung unter kultur@gemeinde-breitscheid.de oder 02777 9133-21 (Frau Reh).

Jeden 1.Mai: Töpfermarkt und im November (Totensonntag): Adventausstellung 

Eine Auswahl kleiner Geschenke aus Ton ist stets im Museum erhältlich.

Töpfermuseum-Infotelefon: 02777 6657 (Frau Seelhof-Klaas)